Wenn schon ein Auto, dann auch Datenanalyse!

Wenn schon ein Auto, dann auch Datenanalyse!

Ich bin sehr stark für das Reisen mit dem öffentlichen Verkehr oder individuellen, nicht umweltbelastenden Mitteln, wie etwa dem Fahrrad. Trotz meiner Umwelteinstellung besitze ich ein Auto, vor allem für die entlegenen Dörfer der Heimat. Häufig kann am Land der öffentliche Verkehr bei weitem nicht das bieten, was ein eigenes Auto kann. Immer, wann ich will und zumeist auch schneller – das sind die „guten“ Argumente, den Rest will ich hier nicht diskutieren. Datenanalyse (basic) hilft uns jedoch schnell und einfach herauszufinden, was denn so ein Auto tatsächlich kostet.

Im Screenshot von oben befindet sich das Data-Dashboard meines Autos. Das KFZ ist nicht sehr alt, jedoch auch nicht mehr das Neueste. Als ich den Kombi, bedingt durch meine musikalischen Tätigkeiten, 2016 gebraucht erwarb, wollte ich natürlich herausfinden, wie hoch denn die laufenden Kosten tatsächlich sind. Dazu erstellte ich mir ein einfaches Google-Formular. Art, Datum, Kilometerstand und Kosten werden darin vermerkt. Bei der Art gibt es auch die Rubrik „Tanken“, danach folgen die zugehörigen Kosten. Die Ergebnisse laufen in einer Google-Tabelle zusammen und sind nach dem Datum sortiert. Anfangs habe ich noch von Hand formatiert und die ein oder andere Grafik erstellt. 

Was sollte nun alles einfließen, damit eine detaillierte Berechnung herauskommt? Na alles! Primär sind natürlich die Anschaffungskosten, Versicherungen und Steuern, Tanken und Werkstattbesuche. Nicht vergessen sollte man auch die kleineren Dinge, wie etwa die Vignette, Pickerl, kleine Reparaturen (bspw. Glühbirne, Scheibenwischer, Kratzer, …), Parkplatzmiete oder die Kosten für die Reifeneinlagerung. In meinem Fall habe ich unter „Werkstatt“ alles zusammengefasst, was eben mit dem reibungslosen Betrieb zusammenhängt. Unter „Sonstiges“ gibt es dann bspw. die Vignette und meine Ausnahmeberechtigung zum Abstellen des Autos fällt unter „Parken“. So sieht dann meine Tabelle aus, nachdem ich das Google Formular (z.B. beim Tanken) mit dem Smartphone ausgefüllt habe.

 

Vorschau einer möglichen KFZ-Tabelle

Neueste Recherchen haben jedoch ergeben, dass Google selbst ein sehr mächtiges, jedoch einfach zu bedienendes Tool liefert. Ich begann also ein wenig mit dem Google Datastudio zu experimentieren. Das ist dabei herausgekommen und du kannst z.B. den Zeitraum auch wirklich auswählen:

Live

Übrigens: Das hier eingebettete Dashboard ist live und aktualisiert sich, wenn sich meine Grundliste ändert. Hier befinden sich alle wichtigen Kennzahlen und Auswertungen, die mich interessieren. Damit war bereits nach wenigen Wochen klar, dass die Dieselkosten gar nicht so entscheidend für die gesamten, laufenden Kosten sind. Sie bilden bei Nichtberücksichtigung der Anschaffungskosten nur knapp ein Drittel der KFZ-Ausgaben. Natürlich kann ich damit auch die Kosten pro Kilometer einfach berechnen.

Interaktive Schaltflächen, wie etwa der Zeitraum, verändern die Sichtweise. So werden zurückgelegte Kilometer oder auch Kosten für ein einziges Quartal dargestellt. Obwohl ich zuvor bereits in Microsoft Excel ähnliche Dashboards ausprobiert habe, kam ich bei Google quasi ohne Vorwissen aus. Durch reines ausprobieren gelang es mir in wenigen Minuten einen Bericht, so wird es bei Google genannt, zu erzeugen. 

Aussicht für die Zukunft

Im Datastudio lassen sich nicht nur vorgefertigte Listen aus Google-Tabellen verwenden. YouTube Daten, Google-Analytics, Facebook, u.v.m. gibt es hier zu entdecken. Ich meine, vorbeischauen lohnt sich. Als nächstes denke ich wohl an Daten aus der Schule – Schülerzahlen, Anzahl von Lehrenden oder was auch immer 😉