… was bisher geschah

… was bisher geschah

Schön, dass du hier gelandet bist. Du beginnst gerade meinen ersten Blog-Eintrag zu lesen. Warum ich da bin, wo ich bin und wie der Alltag mich überholt und ich ihn einhole, wird durch diesen Blog ersichtlich. Wie alles begann habe ich noch gut in Erinnerung. Bereits in der Hauptschule besuchte ich den freiwilligen Informatikunterricht. Der interessierte mich, obwohl ich gar keinen Computer mein Eigen nennen konnte. Neben einem Taschenrechner konnte ich nur ein unzerstörbares Nokia-Handy vorweisen. Trotzdem gelang irgendwann der technische Durchbruch in meiner Familie. Neben einem 56k Modem und einer zehn Meter langen Telefonleitung quer durchs Haus schaffte sich mein Vater einen Stand-PC samt Röhrenmonitor an.

Irgendwann, als ich wohl damit ein wenig herumspielte, gelang der Einstieg ins Internet nicht mehr. Mein nun wütender Vater konnte keine „wichtigen“ E-Mails mehr abrufen. Die mir auferlegte Strafe bestand darin, diesen Fehler wieder gerade zu bügeln. Puh. So musste ich wohl oder übel mit dreizehn oder vierzehn stundenlang Gebrauchsanweisungen lesen. Nach Tagen fand ich die Lösung: Beim Herumexperimentieren deaktivierte ich wohl die Netzwerkkarte(n). Nach der Aktivierung war alles wieder in Ordnung und das Modem brummte und pfiff wie am ersten Tag.

Das war es wohl – mein Interesse für Computer sollte nun eigentlich wie weggewaschen sein. Dem war nicht so. Mit der Zeit entwickelte ich mich zu einem Tüftler auf diesem Gebiet. In der ersten Klasse Oberstufe habe ich wohl dem ein oder anderen Lehrenden geholfen, wenn im Informatikraum etwas nicht klappte. Im Laufe der Schulzeit bis zur Matura passierte viel auf diesem Gebiet. Ich verpasste keine Präsentation von neuen Grafikkarten, USB-Gadgets oder Online-Artikeln von PC-Zeitschriften. Ich vertiefte mich so sehr, hatte aber kein Geld für aktuelle technische Geräte. Das ist heute jedenfalls nicht mehr so – leider. Ich bin hier wohl der Firma mit dem Apfel zum Opfer gefallen. Seit Jahren sind die Worldwide Developers Conferences, sowie alle anderen Präsentationen Pflichttermine für mich. Zwar ist die englische Sprache nicht meine Stärke, auf dem technischen Gebiet jedoch vollkommen ausreichend.

Inzwischen ist mein Interesse viel gezielter geworden. Nun gibt es für mich vor allem gezielte Recherche zu diversen Themen. Vor ein paar Jahren, als ich mein Mittelschullehramt in Klagenfurt beendete und nach Wien zog, merkte ich, dass ich in der Kreidezeit angekommen bin. Noten, Daten, Verarbeitung – das war alles maximal auf Papier gestaltet. Die Tafeln sind alt und hören nur auf eine Sprachsteuerung, wenn eine Schülerin oder ein Schüler zur Hilfe gebeten wird. Könntest du bitte die Tafel löschen – Schreib das Ergebnis an die Tafel – Klapp doch bitte die Tafel wieder zu. 

Das gab mir wohl neue Motivation meine Recherche im digitalen Bereich zu verändern. Stundenlang verbrachte ich Zeit in meinem Lieblingscafé im 7. Bezirk. Weit genug weg vom Arbeitsplatz und von zu Hause, sodass es leicht möglich war dort interessanten Themen nachzugehen. An dieser Stelle sei angemerkt, dass mein Studium mich nicht optimal auf technologische Lösungen in der Schule vorbereitet hat. Durch das Selbststudium erlernte ich den Umgang mit Programmen, Office-Lösungen, Internetanwendungen und Handy-Apps viel intensiver als gedacht. Natürlich kommt man vom Hundertsten ins Tausendste und muss dann wieder auftauchen, weil man sonst untergeht. Immer wieder wurde ich zurück auf den Boden der Tatsachen geworfen. Ich kann heute noch nicht programmieren und wenn ich auf diesem Gebiet etwas benötige muss ich mich auf Internetforen und Code-Schnipsel verlassen. Microsoft Excel beispielsweise kostete mich über 100 Stunden. Doch heute, ein paar Jahre später, kann ich sagen: Es hat sich voll und ganz gelohnt. 

Heute bin ich zwar immer noch kein Programmierer – doch die sind dafür oft keine Anwender. Ich bin Anwender. Ich optimiere laufend meine Prozesse und nutze dafür digitale Medien. Trotzdem genieße ich es mit einer Füllfeder auf Papier zu schreiben.

In naher Zukunft teile ich vermehrt Wissen, dass ich mir über die Jahre angeeignet habe. Ebenso werde ich aktuelle Themen, die mir nützen beschreiben. Viel Spaß also und bis zum nächsten Mal.

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