iPad im Unterricht?!

iPad im Unterricht?!

Du wolltest schon immer angebissene Logos auf deinen Geräten sehen? Die grandiose Welt der Fans und auch der Gegner ist wohl ebenbürtig. Für und Wider und zurück ist das, was ich den ganzen Tag höre. Doch wo liegen denn eigentlich die Vor- und Nachteile genau?

Einstieg
2012 packte mich das Apfelfieber und bescherte mir eine saftige Rechnung. Über 1200€ musste ich beim Fachhändler über den Tresen reichen, um ein Produkt zu erwerben, dessen Verpackungsdesigner wahrscheinlich mehr im Monat verdient als ich im Jahr. Nach dem Öffnen war mir klar – du bist nun arm. Und du musst viel lernen, damit du dein MacBookPro auch nutzen kannst. Warum ich diesen Weg einschlug – keine Ahnung, fragt mich nicht. Heute bin ich froh darum. Ich zähle nun verschiedene positive und negative Aspekte von Apple-Produkten auf und hinterher gibt es direkt die Besprechung dazu.

Positives
+ Design und Verarbeitung
+ Haltbarkeit
+ Konnektivität
+ Software Upgrades
+ laufende Updates
+ schnelles System
+ Hardware und Software passen zueinander
+ intuitiv
+ Support
+ Mitgelieferte Produkte/Software

Negatives
– Preis
– Kompatibilität
– Hardware Upgrades
– Spiele
– eingeschränkt sein
– Abhängigkeit (zum Teil)

Ich spreche vor allem für Smartphones, Tablets und Laptops – da diese von mir verwendet werden. Die Preis-Leistung sollte auch bei Technik-Produkten stimmen. Mir scheint oft, Apple übertreibt es, doch die Leute kaufen es. Wenn man genauer darüber nachdenkt ist es klar, warum viele auf die teure Schiene wechseln. Sie vergleichen ihren letzten 400€ Windows-Laptop mit jenem von Apple, der das Dreifache kostete. Natürlich ist dann die Begeisterung groß, doch die oben genannten Dinge sind trotzdem da.

Vor Windows 10 mussten Nutzerinnen und Nutzer von Microsoft Betriebssystemen teure Lizenzen erwerben um das aktuellste und wahrscheinlich sicherere System zu erhalten. Bei Apple entfällt dies vollkommen. Neue Betriebssysteme werden kostenlos geliefert, seit 2001. Mehr Infos dazu gibt es u.a. auf Wikipedia. Ebenso leicht und schnell verlaufen Upgrades im Betriebssystem. Es wird heruntergeladen und direkt oder in der nächsten Nacht installiert – das kann man sich aussuchen. Übrigens wird ebenso bei den Mobilgeräten verfahren. Eine Meldung wie „Bitte schalten Sie den Computer nicht aus. Update 3 von 18 wird installiert.“ trifft Apple-User niemals.  Neben der Qualität der Hardware und dem gelungenen Zusammenspiel der darauf zugeschnittenen Software bieten die Standardprogramme eines MacBooks große Vorteile. Sie sind kostenlos und größtenteils vorinstalliert auf jedem Gerät. Diese sind meiner Meinung nach nicht im Entferntesten mit ähnlichen unter Windows zu vergleichen.

  • Videos schneiden
  • Fotos bearbeiten
  • Bilder katalogisieren
  • Dateien organisieren
  • Musik produzieren
  • Musik anhören
  • Videokonferenzen starten
  • Nachrichten verschicken
  • im Internet surfen
  • Mails empfangen
  • Mit Office-Programmen arbeiten
  • programmieren
  • eigene Arbeitsabläufe generieren
  • PDF Dateien bearbeiten

Jedes Element dieser Liste steht für ein Apple-eigenes, kostenloses Programm. Jedes für sich erzielt optimale Ergebnisse und läuft einwandfrei. Ebenso gibt es die Möglichkeit auf iPads und iPhones. Über die Apple-Cloud wäre sogar sehr einfach eine Vernetzung möglich. Was ich wie nutze findet sich in einem späteren Blog dazu (schau in der Kategorie Software nach). Beispielsweise der Videoschnitt in iMovie bietet Möglichkeiten, wovon man unter Windows bei der „Fotos-App“ oder auch früher beim Windows Movie Maker nur träumen kann. Natürlich könnte jemand behaupten, dass unter Windows für jeden Einzelfall sicher eine Freeware im Internet erhältlich ist – doch so muss ich mir darüber schon gar keine Gedanken mehr machen.

Ich habe mich hier auch ein wenig verliebt. Inzwischen habe ich die Oberklasse der wichtigen Produkte aus der Palette. Neben meinem iPhone XS und der ersten Version der Apple Watch gibt es da noch meine zwei wichtigsten Begleiter im Schulalltag. Ein iPad Pro der dritten Generation (11″) und das aktuellste und stärkste MacBookPro mit Touchbar (13″). Trotzdem traue ich mir auch negative Kritik zu – die wird jedoch, bis auf den Preis, zeitweise weniger.

Das iPad
Ein heller Bildschirm der hochaufgelöst auch Tagsüber leicht lesbar ist und durch einen starken Akku vier bis sieben Stunden in Betrieb bleibt. Die einzelnen Komponenten verleihen Dynamik, Geschwindigkeit und vergrößern dadurch das Vergnügen. Die intuitive Software ist erweiterbar und wird stets mit Updates versorgt. Bei iPadOS 13 ist das älteste Gerät, dass dieses Update noch erhält im Oktober 2014 auf den Markt gekommen. Eine Fülle an zusätzlichen Apps gibt es für alle im passenden „App Store“. Für mich gibt es keinen Grund, warum ich wechseln sollte – ich bin vollkommen zufrieden. Auch das Office-Paket von Microsoft gelangt über einen Office-365 Account auf das iPad und schreiben kann man über eine externe Tastatur genauso einfach wie auf einem Laptop. Die meisten iPads werden mittels Fingerabdrucks entsperrt (TouchID). Nur das Pro-Modell der dritten Generation kann mithilfe es Gesichts (FaceID) entsperrt werden. Der mobile Entertainer bietet neben der Frontkamera auch eine Linse auf der anderen Seite durch die Selfies oder Videokonferenzen elegant gelingen.

Ab dem 24. September 2019 werden User in den Geschmack des neuen iPadOS 13 Betriebssystems kommen. Damit ist es nun erstmals möglich auf Apples Geräten einen USB-Stick, eine Festplatte oder eine Maus zu verwenden. Letzteres auch über Bluetooth. Da nur das aktuellste iPad Pro mit einem USB-C-Anschluss ausgestattet ist, muss bei anderen Modellen auf einen Lightning-USB-Adapter zurückgegriffen werden. Bei Apple werden dafür 45€ fällig, lokale Fachgeschäfte bieten hier sicher auch Alternativen. Die neueren Geräte unterstützen den hauseigenen Stift (Apple Pencil), der wunderbar funktioniert und direkt über das iPad geladen werden kann. Bei der Verwendung fällt auf, dass der auf dem Bildschirm aufliegende Handballen beim Schreiben keine Probleme macht. Die Erkennung dafür ist sehr ausgereift. Die niedrigen Latenz-Zeiten zwischen der Berührung der Stiftspitze am Display und der Generierung des Strichs durch die Software ist derart gering, dass nur schwer ein Unterscheid zu einem Block festgestellt werden kann. Ich finde das fantastisch. 

Neben der Fotobearbeitung kann am iPad auch ein Video bearbeitet und geschnitten werden. Die Veröffentlichung klappt über den jeweiligen Kanal. Dokumente werden verarbeitet und entweder direkt am iPad, am Wechselmedium oder in der Cloud gespeichert. Auch andere Dienstleister außer Apple selbst sind sehr gut integriert (Google Drive, One Drive, Dropbox, etc.).

iPad in der Schule
Ich kann mir mein schulisches Leben ohne mein Tablet von Apple nicht mehr vorstellen. Das Schulübungsheft meiner Schülerinnen und Schüler im Mathematikunterricht sieht gleich aus wie mein eigenes am iPad. Ich nutze einen Beamer, damit während der Stunde der Inhalt des Bildschirms, mit dem Stift gefüllt wird. Durch das fehlende Tafellöschen habe ich hier eine Zeitersparnis und schaue die Lernenden die Stunde über, wenn ich am Tablet arbeite an. Direkter Kontakt ist mir hier sehr wichtig. Den Vorteil bietet übrigens auch eine Dokumentenkamera, die ein Heft oder einen Block filmt und das Bild direkt über den Beamer ausgibt. Auf meinem iPad kann ich darüber hinaus auch zoomen, drehen, neu anordnen, löschen, neu schreiben, umgestalten, Farben ändern, schnell suchen und Bilder leicht zeigen.

Außerdem schreibe ich meine Planung, Vorbereitungen, Protokolle, Noten, Schularbeiten und Konferenzaufzeichnungen auch auf dem iPad. Damit entfällt eine Mitnahme administrativer Dinge, wie Ordner, Bücher, Blöcke und Schreibzeug. Diverse Apps, die ich jedoch in einem späteren Post veröffentlichen möchte, helfen mir dabei. Alleine als Block-Ersatz ist Apples Tablet eine Lösung. Doch es bietet so viel mehr. Ich kann Filme schauen, im Internet recherchieren, Musik zuschneiden, zeichnen und designen. Als digitales Notenpult wird es ebenso verwendet wie als eBook-Reader. 

Einen kleinen Einblick, wie ich meinen Mathematikunterricht mittels digitalen Blocks gestalte kannst du gerne nehmen: https://www.lernit.net/mathe3c

Fazit
Der Anschaffungspreis ist wahrscheinlich ein Hauptgrund gegen ein iPad. Ich bedenke aber auch die Langlebigkeit und die Funktionalität. 3-5 Jahre gebe ich meinem iPad, dass an sechs Tagen in der Woche für einige Stunden verwendet wird. Nach etwa 5 Jahren wird die Hardware zu alt für neue Software – das Gerät könnte aber natürlich trotzdem noch verwendet werden. Schlussendlich bleibt es jedem selbst überlassen, ein längerer Test im nächsten Geschäft lohnt sich jedoch.

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